Rückschau: Kerzenziehen 2013

„Licht im Dunkeln“ hieß unser Motto beim Kerzenziehen. In drei Richtungen wollten wir „Licht machen“. Offensichtlich ist, dass eine gut gezogene Bienenwachskerze gutes Licht gibt. 

Aber auch im entfernten Brasilien wird es ein wenig mehr Licht im Leben von Kindern auf der Schattenseite des Lebens geben. Der Reinerlös der Aktion ist für eine Kindertagesstätte der Gemeinde in Diadema, einem Vorort von Sao Paulo, bestimmt.

Licht wollten wir aber auch in das Leben unserer Gäste bringen. Wir boten ihnen eine Kontaktfläche, wo sie in einer Atmosphäre, die nicht kirchlich-steif ist, Christen begegnen konnten. Über 30 Gruppen waren auch in diesem Jahr unsere Gäste. Schulklassen, Kindergartengruppen und Jungscharen waren dabei – auch einige „exotische“ Gruppen. Dazu kamen viele Einzelgäste, darunter viele Stammgäste, die bereits im zehnten oder sechzehnten Jahr ihre Kerzen zogen.

Für uns als Gemeinde war diese Zeit eine große Herausforderung. Rund 120 ehrenamtliche Mitarbeiter haben mitgemacht, damit unsere Gäste 12 Tage lang von 9.00 bis 20.00 Uhr in drei Schichten im Kerzenziehzelt und in der Kaffeestube betreut werden konnten. Die Dekoration in der Kaffeestube war etwas aufwändiger als sonst. Und die Gäste merkten es ganz schnell, dass ganz viel Liebe dahinter steckte. Ein Büchertisch rundete das Angebot ab. Dazu kamen „Marmeladen“, Gestricktes und Gebasteltes und Vieles mehr.

Die Kuchenbäcker und Helfer, die im Hintergrund  wirkten, sorgten  dafür, dass alles reibungslos lief. Eine tolle Mannschaft war das. Jeder brachte sich ein mit seinen Gaben, mit einer großen Liebe für Jesus und für die Gäste.

Nebenbei – oder vielleicht doch nicht nur nebenbei vertiefte sich die Gemeinschaft unter den Mitarbeitern. Manches Gespräch, das sonst vielleicht nie stattgefunden hätte, entstand am Wachstopf, in der Kaffeestube oder in der Küche. Das ist ein toller „Nebeneffekt“.

Ein wenig Statistik:

400 kg Wachs wurden bestellt. Wenn dieser vollständig verbraucht wäre und jeder hätte eine Tafelkerze oder mehr gezogen, dann wären das zwischen 4.000 und 8.000 Kerzen. Aber die meisten Kerzen waren dicker und schwerer.

Etwa 90 Kuchen und Torten gingen durch die Kaffeestube. Das sind mehr als 1.600 Stück. Wenn also jeder Besucher nur 1 Stück Kuchen verspeist hätte, wären es rund 1.600 glückliche Menschen. Da aber einige Gäste sich zwei oder mehrere Stücke „gegönnt“ haben, waren sie umso glücklicher.

330 Gläser Marmelade, Fruchtaufstrich und Gelee kamen in die Kaffeestube. Kein Glas ist mehr da. Alle Gläser sind restlos ausverkauft. Was für ein Kompliment an unsere „Marmeladenkocher“!

40 Freundschaftsbänder fanden neue Besitzer. 45 Paar Socken wärmen die kalten Füße ihrer Besitzer. Rund 65 Lavendelkissen oder –stäbe sorgen dafür, dass Motten im Kleiderschrank keine Chance haben. Etwa 30 selbstgestaltete Karten werden große Freude machen. Rund 15 Fensterbilder zieren die verschiedensten Fenster.

Ich könnte noch Vieles hinzufügen. Aber bereits diese Andeutungen machen deutlich, dass viele Leute sich ganz viel haben einfallen lassen, um den Kindern in Diadema zu helfen.

Allen, die sich an unserer diesjährigen Aktion „Licht im Dunkeln“ beteiligt haben, sei an dieser Stelle ein herzliches Dankeschön ausgesprochen.

Ihr Pastor Siegfried Müller


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